Projekt
Mbawaar-Feuchtgebiet
Renaturierung des Mbawaar-Feuchtgebiets im Delta des Senegal-Flusses
Das Mbawaar-Feuchtgebiet befindet sich in der Pufferzone des Djoudj-Nationalparks in Senegal und ist ein Ökosystem, das zunehmend durch die Ausweitung der Landwirtschaft, die Versalzung der Böden und die Bodendegradation bedroht ist. Diese Entwicklungen gefährden seine Rolle als Lebensraum sowohl für Stand- als auch für Zugvögel, wie z. B. die Uferschnepfe.
Im Rahmen von LIFE IP GrassBirdHabitats haben wir ein Projekt zur Renaturierung des Mbawaar-Feuchtgebiets ins Leben gerufen, das von der senegalesischen NGO Nature Communautés Développement (NCD) in Zusammenarbeit mit der Université Gaston Berger (UGB) geleitet wird. Das Projekt zielt darauf ab, das ökologische Gleichgewicht des Mbawaar wiederherzustellen und gleichzeitig die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zu sichern. Es wird ein integriertes Bewirtschaftungsmodell entwickelt, in dem Naturschutz, nachhaltige Landwirtschaft und Vogelvielfalt nebeneinander bestehen können.
Anfangsphase (2025–2027): Mobilisierung von Wissen und Einbindung der Bevölkerung
In dieser Phase werden die Grundlagen für eine nachhaltige Renaturierung geschaffen. Zum Ende dieser Phase wird das Projekt Folgendes liefern:
- Umfassende Basisdaten: ein detailliertes Verständnis der physikalischen (Topografie, Hydrologie, Wasserchemie) und biologischen (Fauna, Flora, Ökosysteme) Merkmale des Mbawaar als Grundlage für die Renaturierungsmaßnahmen.
- Akzeptanz in der Bevölkerung: Das Projektkonsortium wird gemeinsam mit den Gemeinden aus fünf benachbarten Dörfern sowie wichtigen lokalen, regionalen und nationalen Akteuren einen Plan zur Renaturierung des Feuchtgebiets (2027–2030) verabschieden, unterstützen und sich damit zu einem langfristigen Kooperationsprogramm verpflichten.
- Datenbank zur Artenvielfalt: eine zentralisierte Datenbank aller erfassten Vogelarten und ökologischen Einheiten, um eine datengestützte Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
Über die Renaturierung dieses wichtigen Feuchtgebiets hinaus wird das Projekt …
- lokale Gemeinschaften durch Schulungen zur Überwachung der Artenvielfalt befähigen.
- den von den Gemeinschaften getragenen Naturschutz stärken, indem traditionelles Wissen mit wissenschaftlichen Ansätzen verknüpft wird.
- die Lebensgrundlagen verbessern, indem ein Gleichgewicht zwischen landwirtschaftlicher Produktivität und ökologischer Nachhaltigkeit hergestellt wird.
Projektpartner
- Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN): Projektinitiator, steuert und überwacht den Projektfortschritt, unterstützt auf wissenschaftlicher und technischer Ebene.
- Nature Communautés Développement (NCD): Federführend bei der Projektumsetzung und der Zusammenarbeit mit den umliegenden Dörfern.
- Université Gaston Berger (UGB): Federführend bei der wissenschaftlichen Forschung.