Projekt

Was wir tun

Überblick über unsere Maßnahmen

Das LIFE IP GrassBirdHabitats zielt darauf ab, den Erhaltungszustand von Wiesenvögeln entlang der ostatlantischen Zugroute zu verbessern. Das Projekt umfasst verschiedene Maßnahmen, die die Reproduktionsraten der Vögel in den Niederlanden und Deutschland erhöhen und ihre Rückkehrraten aus den Überwinterungsgebieten in Westafrika verbessern sollen.

Verbesserung von Lebensräumen

Brutgebiete für Wiesenvögel erhalten sich nicht von selbst. Einerseits führt die moderne landwirtschaftliche Nutzung zu einem Rückgang der Wiesenvogelbestände. Andererseits bedeutet die Aufgabe der Landnutzung aber Lebensraumverlust, weil offene Wiesen und Weiden zu Brachland werden …

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Sendervögel

Im Jahr 2018 haben wir im Rahmen des Vorläuferprojekts LIFE Wiesenvögel damit angefangen, Uferschnepfen mit Satellitensendern auszustatten. Ziel war es (und ist es immer noch), die genauen Zugrouten der Vögel zu ermitteln und anhand dessen festzustellen, welchen Gefahren sie unterwegs ausgesetzt sein könnten …

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Erfolgsbasierte Bewirtschaftung

Im Rahmen des LIFE IP GrassBirdHabitats haben wir ein erfolgsbasiertes Entgeltmodell für die Landwirtschaft auf öffentlichen Flächen in Wiesenvogelgebieten entwickelt. Landwirte schaffen durch eine entsprechende Pflege der Feuchtgrünlandflächen günstige Bruthabitate für Wiesenvögel. Sie erhalten für die Anzahl der Brutpaare, die auf ihren Flächen brüten, ein Entgelt …

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Strategischer Schutzplan

Um dem alarmierenden Rückgang der Wiesenvögel in der atlantischen Region Europas entgegenzuwirken, müssen sich Schutzprojekte an einer internationalen Strategie orientieren, die die Probleme entlang der gesamten ostatlantischen Zugroute berücksichtigt …

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Monitoring

Wir führen verschiedene Erfassungsmaßnahmen durch, zum Beispiel:

  • Zu den Auswirkungen unserer Maßnahmen auf die Populationen von Wiesenvögeln
  • Zu den Auswirkungen verschiedener Umweltfaktoren auf die Populationen von Wiesenvögeln
  • Zur Überwachung von Grundwasserspiegeln
  • Zur Ermittlung der notwendigen sozioökonomischen Maßnahmen für den Übergang zu ökologischen Anbaumethoden

Darüber hinaus untersuchen wir die Auswirkungen der Landnutzungsintensität und der Wiederherstellung von Feuchtgebieten auf die Insektenpopulationen, weil Insekten eine wichtige Nahrungsquelle für Wiesenvogelküken sind. Wir wollen herausfinden, ob der derzeitige Rückgang der Insektenpopulationen auch in wiedervernässtem Feuchtgrünland auftritt und, falls ja, wie er vermieden werden kann …

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Senegal

Westafrika spielt eine wichtige Rolle im Lebenszyklus von ziehenden Wiesenvögeln. Viele Vögel, die in nordeuropäischen Feuchtwiesen (z. B. in den Niederlanden und in Norddeutschland) brüten, verbringen den Großteil ihrer Zeit in ihren Überwinterungsgebieten in Senegal. Auch dort entwickeln wir mehrere Projekte, um die Wiesenvögel während ihres gesamten Lebenszyklus zu schützen. Erfahre mehr über unsere laufenden Projekte in Senegal:

Nationalpark Djoudj Mbawaar-Feuchtgebiet


Personelle Kapazitäten aufbauen

Unser Projekt zielt darauf ab, ein professionelles Arbeitsteam mit erfahrenen Expertinnen und Experten sowie jungen Talenten aufzubauen, um die Projektziele umzusetzen. Außerdem soll das Wissen über die Verbesserung von Wiesenvogel-Lebensräumen geteilt und verbreitet werden. Das LIFE IP verfügt über die personellen Kapazitäten und Ressourcen, um erste Maßnahmen einzuleiten sowie Konzepte zu entwickeln und umzusetzen (siehe Entgeltmodell und Strategischen Schutzplan).

Um den Erhaltungszustand von Wiesenvögeln zu verbessern, müssen jedoch weitaus umfangreichere Kapazitäten aufgebaut werden. Unter anderem muss ein nachhaltiges Netzwerk von Gebietsbetreuerinnen und Gebietsbetreuern geschaffen werden, die sich für den Wiesenvogelschutz einsetzen. Auf politischer Ebene muss die Bedeutung und Wirkung eines nachhaltigen Artenschutzes erkannt und durch entsprechende Regelungen unterstützt werden. Auf fachlicher Ebene ist der Austausch von Erfahrungen aus anderen Regionen von großer Bedeutung, um vorhandenes Wissen und aktuelle Erfahrungen im Umgang mit neuen Herausforderungen zu teilen.

Um diese Ziele zu erreichen, konzentrieren wir uns in diesem Projekt unter anderem auf Vernetzung und gegenseitige Besuche in europäischen und afrikanischen Gebieten.


Öffentlichkeitsarbeit

Ziel des Projekts ist es, sowohl die breite Öffentlichkeit als auch bestimmte Interessengruppen über Wiesenvögel und deren Schutz zu informieren. Dazu organisieren wir unter anderem Informationsveranstaltungen, Exkursionen und regionale Workshops. 

Außerdem erstellen wir verschiedene Materialien, um unsere Arbeiten und Ziele zu veranschaulichen, z. B. Roll-up-Banner. Unser Projektpartner Collectief Súdwestkust hat zudem Unterrichtsmaterialien zu Wiesenvögeln für Schulen entwickelt.

Zum Projekt werden regelmäßig neue Pressemitteilungen und Blog-Beiträge veröffentlicht. Auch gibt es immer wieder wissenschaftliche Veröffentlichungen mit personeller oder finanzieller Unterstützung durch unser Projekt.

Am Ende des Projekts wird eine internationale Abschlusskonferenz stattfinden, an der sowohl die allgemeine Öffentlichkeit als auch Fachleute teilnehmen können.


Zusätzliche Fördergelder

Den Wasserstand anzuheben ist in vielen Gebieten der Schlüsselfaktor für die Optimierung der Lebensräume. Ein Wassermanagement, das dem Wiesenvogelschutz zugute kommt, kann dauerhaft nur auf öffentlichen Flächen durchgeführt werden. Der Landerwerb ist daher eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung der Projektziele. Hierfür müssen weitere Mittel eingeworben werden. Ziel ist es, 2000 ha Land für den Wiesenvogelschutz in Niedersachsen zu erwerben.

Insgesamt sollen in Niedersachsen 21 000 ha optimale Grünlandlebensräume geschaffen werden, welche sich durch hohe Wasserstände, geringe Prädationsraten, offene Landschaften und eine extensive Bewirtschaftung auszeichnen. Um diese Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume umzusetzen, sind zusätzliche Mittel notwendig. Hierfür werden vor allem europäische und Bundesmittel eingesetzt.

Das Projektteam hat bereits erfolgreich ein zusätzliches Projekt im Förderprogramm LIFE beantragt: LIFE Godwit Flyway. Darüber hinaus werden die europäischen Förderfonds ELER und EFRE genutzt, um weitere Mittel zur Umsetzung von Maßnahmen auf öffentlichen Flächen zu erhalten. Das Land Niedersachsen stellt in der Regel die Kofinanzierung für diese Projekte bereit.

Kleinere Maßnahmen mit kürzerer Laufzeit werden aus eigenen Förderprogrammen des Landes finanziert. Hierfür arbeiten wir mit den zuständigen Naturschutzbehörden zusammen.