Das Projekt

Strategisches Schutzkonzept für die ostatlantische Zugroute

Ein Netzwerk an Lebensräumen

Um dem alarmierenden Rückgang der Wiesenvögel in der atlantischen Region Europas entgegenzuwirken, müssen sich Schutzprojekte an einer internationalen Strategie orientieren, die die Probleme entlang der gesamten ostatlantischen Zugroute berücksichtigt. Zugvögel benötigen gesunde Ökosysteme in all ihren Stationen: sowohl in ihren Brut- als auch in ihren Rast- und Überwinterungsgebieten.

So sind beispielsweise die Brutgebiete in Niedersachsen (Deutschland) und Fryslân (Niederlande), die Rastgebiete im Tajo-Mündungsgebiet (Portugal) und die Überwinterungsgebiete im Saloum-Delta (Senegal) durch den jährlichen Zug vieler Vogelarten miteinander verbunden. Die Schutzmaßnahmen müssen auf die Herausforderungen in diesem Netzwerk von Lebensräumen ausgerichtet sein.

Zu diesem Zweck entwickeln wir ein umfassendes, artenübergreifendes strategischen Schutzkonzept für Zugvögel entlang der ostatlantischen Zugroute. Das Konzept hat 11 Arten im Fokus (unter anderem Uferschnepfe und Brachvogel), die im Feuchtgrünland des atlantischen Europas brüten und in Westafrika überwintern. Das Konzept wird länderspezifische Kapitel enthalten, die es den vor Ort im Naturschutz Engagierten ermöglicht, ihr Fachwissen einzubringen.