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08.07.2024

Projektgebietsbesuch im Barnbruch zur Bewertung der Vogellebensräume

Kollaborativer Feldbesuch in den niedersächsischen Barnbruch

Vertreter der NABU-Ökostation Aller/Oker (ÖNSA), der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wolfsburg (UNB Wolfsburg) und des NLWKN trafen sich kürzlich zu einem Besuch im Barnbruch, um potenzielle Flächen für den Wiesenvogelschutz zu identifizieren. Ziel war es, die Eignung verschiedener Flächen als Bruthabitate und die mögliche Entwicklung von Lebensräumen für Wiesenvögel zu bewerten.

Der Besuch ergab eine Mischung aus Chancen und Herausforderungen. Während einige vielversprechende Gebiete identifiziert wurden, stellte die Lage vieler Brutgebiete eine potenzielle Hürde dar. Das Projektgebiet Ilkerbruch zeigte Potenzial mit Sichtungen von Kiebitzen und Kranichen. Die umliegenden Grünlandflächen könnten durch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Landeigentümern weiter entwickelt werden. Der Ilkerbruchsee ist bekannt für seine Bedeutung für Wasser- und Watvögel und bietet mit seinen südlichen Ufern und Schilfgürteln einen wichtigen Lebensraum. Der starke Verkehr auf der nahe gelegenen Straße stellt jedoch ein erhebliches Risiko für die Tierwelt dar.

Die Gruppe setzte ihren Besuch an den Ilkerbruchwiesen und  Düpener Wiesen fort: Diese Wiesen, die seit 2001 von Volkswagen gepflegt werden, sind ein Beispiel für ein erfolgreiches Lebensraummanagement mit Beweidung durch Heckrinder und Konik-Ponys.

Der Besuch vor Ort unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit und der strategischen Planung beim Schutz der Wiesenvögel. Durch ihre Zusammenarbeit hoffen diese Organisationen, die Herausforderungen zu bewältigen und die Lebensräume für Wiesenvögel im Barnbruch zu verbessern.


Drei Personen stehen in einer abgedunkelten Hütte und beobachten einen See vor den Fenstern. An den Wänden im Hintergrund hängen Plakate mit Vögeln.
Treffen an der Beobachtungshütte Ilkerbruch. Foto: J. Ahrendt-Hitzegrad/NLWKN
Um einen See herum erstreckt sich ein Gebiet mit Grünland, Bäumen und Feuchtgebieten. In der Ferne kann man einzelne Vögel fliegen sehen.
Blick vom Aussichtsturm Ilkerbruch. In der Ferne fliegen Kiebitzpaare. Foto: J. Ahrendt-Hitzegrad/NLWKN
Drei Personen auf der linken Seite des Bildes beobachten mit einem Fernglas die hohe Graslandvegetation auf der rechten Seite des Bildes.
Die Gruppe begutachtet den Zustand der Grünlandflächen im Barnbruch und beobachtet die vorhandenen Vogelarten. Foto: J. Ahrendt-Hitzegrad/NLWKN