Anfang Juli geht eine intensive und erfolgreiche Feldsaison, mit so vielen Jungvögeln wie schon lange nicht mehr, langsam zu Ende. Viele adulte Uferschnepfen haben das Gebiet um den Dümmer bereits verlassen und sind auf dem Weg Richtung Niederlande, Frankreich, Spanien oder Portugal. Einige wenige haben sogar schon Westafrika erreicht.
Für die Jungvögel steht dagegen noch eine wichtige Etappe bevor: Sie sind größtenteils noch auf den Flächen unterwegs und nutzen frisch gemähte Wiesen, um sich Energiereserven für ihren ersten Zug in die Winterquartiere anzufressen. An den verbliebenen Wasserstellen sammeln sich kleinere Trupps – für die Gebietsbetreuer der perfekte Zeitpunkt, nach Farbringen Ausschau zu halten und zu sehen, welche der markierten Jungvögel erfolgreich flügge geworden sind.
Auch außerhalb der Kernzone des Dümmers wird noch gearbeitet. Bevor dort gemäht werden kann, werden die Flächen sorgfältig auf verbliebene, noch nicht flugfähige Jungvögel kontrolliert. Erst danach werden sie für die Mahd freigegeben.
Mit dem Ende der Brutsaison beginnt schon die Vorbereitung auf die nächste. Die vogelfreie Zeit im Sommer muss genutzt werden, um die Flächen zu mähen und zu pflegen, solange sie noch mit Treckern befahrbar sind. Denn nach dem Winterstau wird das vielerorts nicht mehr möglich sein. Was jetzt nicht gepflegt wird, fehlt möglicherweise im nächsten Frühjahr als geeignete Brutfläche. So werden bereits heute die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Brutsaison 2027 geschaffen – für Uferschnepfen, Kiebitze und viele weitere Wiesenvögel.