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14.04.2026

Endlich angekommen: Uferschnepfen machen es sich gemütlich

Uferschnepfen-Update März

Der März steht für die Uferschnepfe ganz im Zeichen des Aufbruchs: Große Wanderbewegungen und erste Frühlingsgefühle im Brutgebiet prägen diese Phase. Noch bis kurz vor Ende des Monats März hielten sich einzelne Vögel in Westafrika auf – doch inzwischen füllen sich die Brutgebiete nach und nach. Auf ihrem Weg nach Norden überqueren die Uferschnepfen Iberien und Frankreich, oft in kleineren Trupps. Nach ihrer Ankunft sammeln sich die besenderten Uferschnepfen zunächst an flachen Wasserstellen, bevor sie sich in die weiten Flächen rund um Gebiete wie den Dümmer, die Unterelbe und die Niederlande verteilen. Dort versuchen viele, ihre Reviere aus dem Vorjahr erneut zu besetzen.

Die aktuell noch niedrige Vegetation spielt den Projektmitarbeitenden, die das Ankommen der Schnepfen beobachten, dabei in die Karten: Farbringe lassen sich jetzt besonders gut ablesen, wodurch Rückschlüsse auf das Überleben einzelner Vögel möglich werden. So konnten Mitarbeitende am Dümmer bereits drei besenderte Individuen aus dem Jahr 2018 nachweisen.

Das derzeit noch kühle Wetter in Westeuropa scheint die Uferschnepfen allerdings etwas auszubremsen. Andere Arten wie der Kiebitz waren schneller – erste Gelege wurden bereits um den 10. März beobachtet. Inzwischen haben die Uferschnepfen nachgezogen, denn das erste ihrer Nester wurde am 1. April am Dümmer gesichtet. 


Uferschnepfe Henricus
Uferschnepfe Henricus, die 2018 besendert wurde, ist zurück am Dümmer. Ihr Aufenthaltsort lässt sich über globalflywaynetwork.org verfolgen. Foto: C. Marlow/NLWKN

Die Animation zeigt den Frühjahrszug ausgewählter besenderter Uferschnepfen von Januar bis März 2026. Copyright: Migration Mapper on MoveApps