Die Europäische Union subventioniert Landwirtinnen und Landwirte, wenn sie freiwillig Maßnahmen umsetzen, die der biologischen Vielfalt und den Ökosystemdienstleistungen zugute kommen. Diese Subventionen, die sogenannten Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM), sollen auch einen weiteren Rückgang der Arten in der Agrarlandschaft, einschließlich der Wiesenvögel, verhindern. Es gibt verschiedene AUKM und sie können auf zahlreiche Weise kombiniert werden. Das macht es kompliziert, die Kosten und den ökologischen Nutzen dieser Maßnahmen für Wiesenvögel zu bewerten.
In einer kürzlich veröffentlichten Studie haben Projektmitarbeiter Luis Barba-Escoto und Kolleginnen und Kollegen von der Universität Groningen eine Methode vorgeschlagen, um die Komplexität der AUKM-Kombinationen in den Niederlanden zu vereinfachen. Außerdem verglichen sie die Anzahl der Uferschnepfen in drei Kategorien von landwirtschaftlichen Flächen: Felder mit hoher Bewirtschaftungsintensität, Felder mit AUKM und Felder mit Gebietsschutz. Außerdem geht es unter anderem darum, welche AUKM am häufigsten durchgeführt werden und welche am kosteneffektivsten sind.
Die Studie legt nahe, dass die teuersten Maßnahmen auch diejenigen sind, die höhere Anteile und Dichten brütender Uferschnepfen aufweisen, während Maßnahmen mit geringeren Uferschnepfenzahlen am weitesten verbreitet sind. Daher sollten vor allem die teureren AUKM umgesetzt werden, die eine bessere Lebensraumqualität für Wiesenvögel bieten.
Der vollständige Artikel wurde in der englischen Zeitschrift Global Ecology and Conservation (Ausgabe 56, Dezember 2024) veröffentlicht und ist hier kostenlos verfügbar: https://doi.org/10.1016/j.gecco.2024.e03286